


Gruppen-Auflagentrainings
Gesamtdauer für jeden Teilnehmer:
ca. 30 Unterrichtsstunden im Gruppensetting von max. 10 Teilnehmern. Bei einer Durchführung als reines Einzeltraining wird der zeitliche Rahmen sowie der Ablauf individuell mit der zuweisenden Stelle und dem Klienten vereinbart (in der Regel ca. 12 bis 15 Einzelsitzungen).
Ausgangslage und Zielsetzung
Wenn erwachsene Personen durch Gewaltdelikte (z. B. Körperverletzung, Nötigung, Bedrohung oder Hausfriedensbruch) straffällig werden, steht die Justiz vor der Aufgabe, neben der Sühne auch eine nachhaltige Verhaltensänderung zu bewirken.
Dieses hocheffektive Gruppen-Anti-Gewalt-Training richtet sich ausschließlich an erwachsene Klienten, die von Gerichten, Staatsanwaltschaften oder der Bewährungshilfe eine entsprechende Weisung oder Auflage erteilt bekommen haben.
Das Training ist primär für eine geschlossene Kleingruppe von minimal 6 bis maximal 10 Teilnehmern konzipiert, um die wirksamen Effekte des Peer-Feedbacks zu nutzen. In begründeten Einzelfällen (z. B. bei spezifischen Schutzbedarfen, Unvereinbarkeit mit Arbeitszeiten, starken psychischen Barrieren oder einer expliziten richterlichen Einzelweisung) kann die Maßnahme jedoch auch flexibel als intensives Einzeltraining (1:1) durchgeführt und individuell angepasst werden.
Ziel ist es, den Teilnehmern die Rechtfertigungs- und Neutralisierungsstrategien für ihr Verhalten zu nehmen, sie mit den Folgen ihrer Taten für die Opfer zu konfrontieren und sie zu befähigen, dauerhaft gewaltfreie Handlungsalternativen im Alltag umzusetzen.


Das Trainerprofil: Autorität und pädagogische Tiefe
Gerade im Umgang mit erwachsenen, gerichtlich angewiesenen Klienten ist die persönliche und fachliche Glaubwürdigkeit des Trainers der entscheidende Wirkfaktor. Mein Profil vereint eine im deutschsprachigen Raum seltene Kombination von Kompetenzen:
Die pädagogisch-systemische Fachkompetenz
Als staatlich anerkannter Erzieher, Fachpädagoge und Systemischer Berater arbeite ich nach den wissenschaftlich fundierten Standards. Ich begegne den Teilnehmern als Person mit Respekt, setze jedoch eine unmissverständliche Grenze gegenüber jeglichem gewalttätigen Verhalten.
Der polizeiliche Hintergrund (Bundesgrenzschutz)
Als ehemaliger Polizeibeamter im Bundesgrenzschutz kenne ich die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Dynamik von Konflikten im öffentlichen Raum sowie die Arbeit unter extremen Belastungssituationen. Diese Vorerfahrung sichert mir eine natürliche Autorität und Akzeptanz bei den Klienten. Ein "Vorführen" oder Täuschen des Trainers bezüglich polizeilicher Abläufe oder rechtlicher Grenzen ist ausgeschlossen.
Die Praxiserfahrung im Justizvollzug
(JVA)
Ich führe diese Trainings seit mehreren Jahren in einer Justizvollzugsanstalt mit verurteilten Strafgefangenen durch. Ich bin bestens vertraut mit Subkulturen, Abwehrhaltungen und Manipulationsversuchen und kann Gruppendynamiken auch in schwierigen Situationen sicher und konstruktiv steuern.
Methodik: Die Kraft der systemischen Konfrontation
Ich arbeite konsequent nach der Prämisse: „Wertschätzung für den Menschen – absolute Ablehnung und Konfrontation bezüglich der Tat.“
Im erwachsenen Gruppensetting nutze ich gezielt das Peer-Feedback. Die Konfrontation durch andere Gruppenmitglieder, die sich in einer ähnlichen Lebenslage befinden, durchbricht die Abwehrhaltungen der Teilnehmer oft schneller und nachhaltiger als der reine Dialog mit einer staatlichen Autorität. Im Falle eines verordneten Einzeltrainings wird diese Konfrontation methodisch fundiert durch den Trainer im direkten 1:1-Gespräch gespiegelt.
Der methodische Aufbau umfasst:
1. Konfrontative Tataufarbeitung:
2. Opferempathie:
3. Trigger-Analyse (Stühlearbeit / Belastungstraining):
4. Deeskalationstraining:
Strukturierte, detaillierte Rekonstruktion der eigenen Delikte vor der Gruppe oder im Einzelsitzungskontext. Verharmlosungen („Das war nur ein Schubser“) und Täter-Opfer-Umkehrungen („Der hat mich provoziert“) werden konsequent aufgelöst.
Visualisierung und emotionales Nachempfinden der physischen, psychischen und sozialen Tatfolgen für die Opfer und deren Angehörige.
Ermittlung der individuellen, inneren und äußeren Reiz-Reaktions-Ketten (z. B. Kränkungen, Alkoholkonsum, Stress) in einer kontrollierten Stresstestsituation.
Praktisches Erproben von alternativen, gewaltfreien Konfliktlösungsstrategien und körperlichen Deeskalations- und Ausweichtechniken im Rollenspiel.
Struktur und Ablauf des Gruppen -Auflagentrainings
Das Programm ist hochstrukturiert und teilt sich in vorbereitende Einzel-Clearing-Gespräche sowie die intensiven Gruppen-Sitzungen (bzw. Einzelsitzungen im begründeten Ausnahmefall) auf:
Gesamtdauer für jeden Teilnehmer: ca. 30 Unterrichtsstunden im Gruppensetting. Bei einer Durchführung als reines Einzeltraining wird der zeitliche Rahmen sowie der Ablauf individuell mit der zuweisenden Stelle und dem Klienten vereinbart (in der Regel ca. 12 bis 15 Einzelsitzungen).



Verantwortlicher Trainer:
Sascha Kintzel
Ehemaliger Polizeibeamter im Bundesgrenzschutz, staatlich anerkannter Erzieher, Fachpädagoge für effektives Gewalt- und Konfliktmanagement, ausgebildeter Anti-Gewalt-Trainer (SysAGT®), Deeskalationstrainer (KonSt®), Mobbing-Fachberater (MoPI®), Systemischer Berater (SGST) und langjähriger Trainer für gewaltbereite Straffällige im Justizvollzug (JVA).
Kooperation mit der Justiz (Gerichte, Staatsanwaltschaft & Bewährungshilfe)
Als professioneller Trainer gewährleiste ich den zuständigen Justizbehörden eine absolut zuverlässige und transparente Zusammenarbeit:
Präsenzkontrolle und Meldepflicht:
Jedes unentschuldigte Fehlen, verspätete Erscheinen oder ein Verstoß gegen die Regeln (z. B. Erscheinen unter Drogen- und Alkoholeinfluss) führt zum sofortigen Ausschluss und wird der zuständigen Stelle (Richter, Staatsanwalt, Bewährungshelfer) unverzüglich schriftlich gemeldet. Das gilt gleichermaßen für Gruppen- wie für vereinbarte Einzelsitzungen.
Qualifizierter Abschlussbericht:
Nach Beendigung des Trainings erhält die zuweisende Stelle eine fachlich fundierte, differenzierte Stellungnahme über das Reflexionsniveau, das Arbeitsbündnis, das Sozialverhalten und die erarbeiteten Zukunftsperspektiven des Klienten.
Datenschutz und Rechtssicherheit:
Die Einhaltung aller rechtlichen Vorgaben und das Vorliegen der notwendigen Schweigepflichtsentbindungen vor Trainingsbeginn sind standardmäßig sichergestellt.
Anmeldung Auflagentraining

* Pflichtfelder
Sascha Kintzel
Leipziger Straße 19
66578 Schiffweiler
Telefon: +49 (0)151 500 500 70
E-Mail: sascha@sascha-kintzel.de
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